Heute ist ein guter Tag / 29.12.2016 / 144 / Der Same, der in dir keimt

Heute ist ein guter Tag, um dich den Samen zu widmen, die du in deinen Garten setzen willst. Das meine ich nicht im herkömmlichen Sinne. Es geht nicht darum, dir zu überlegen, wie du innerhalb der Illusion die Illusion verschönern kannst. Klar: Du kannst dir ein schönes Visionboard anlegen und wie jedes Jahr zu Silvester nette Pläne schmieden, Ziele setzen, Prioritäten vertauschen und dir Geld, Glück, Freunde und Gesundheit wünschen. Du kannst das tun, aber glaube mir: Du bleibst in deiner Blase – einer Seifenblase innerhalb des Schaumbades, das sich Matrix nennt. Wie lange willst du noch so weitermachen? Wie lange willst du dich im Schlaf selber belügen, wie lange willst du noch die Verantwortung abgeben? Und wie lange willst du noch warten, bis sich die Welt im Aussen ändert?

Alles, was du willst, ist in dir. Wenn du deinen Garten von Unkraut befreit hast, dein Feld bereinigt hast, deine Energien von dem, was war, abgezogen und alle deine Schatten mit Licht geflutet hast, dann könntest du probehalber schon einmal einen Sprung wagen. Springe von dem, der du warst, in den, der du sein willst. Springe von dem, was du warst, in das, was du sein willst. Springe von der Welt, die du kennst, in die Welt, die du nicht kennst, von der dir dein Herz aber sagt, dass es sie gibt. Und auch ich sage dir: Es gibt sie. Es gibt die Welt, in der du lachend und voller Freude barfuss über eine Blumenwiese läufst. Es gibt die Welt, in der du glücklich im Meer der Liebe badest. Es gibt die Welt, in der du alles hast, was du brauchst, da du nichts mehr brauchst und alles bist.

Du kannst allerdings nur springen, wenn du weisst, wer da springt. Wenn du denkst, du könntest den Sprung wagen ohne ein Anderer geworden zu sein, dann irrst du. Solange du noch bist, wer du warst, solange wird der Sprung nicht gelingen können. Solange du noch festhängst, solange kannst du nicht springen. Solange du glaubst, dieser Sprung wäre deine Flucht nach vorn, wirst du, während du springst, feststellen, dass du gegen eine unsichtbare Mauer springst und abprallst. Solange noch etwas in dir ist, das dich auf dem Boden der Illusionen hält, solange kannst du dich nicht emporschwingen und den Flug des Phoenix beginnen.

Verstehst du, was ich dir sagen will? Du bist die Mauer, gegen die du springen wirst. Es gibt nichts schönzureden. Wenn du Veränderung willst, musst du dich verändern, also selber zur Veränderung werden. Du kannst noch Jahrtausendelang suchen – nach Wegen, nach Lösungen, nach Events, nach Meistern, nach Engeln und nach Lehren, die dir den Himmel versprechen. Aber solange du den Himmel nicht in dir entdeckst, solange du den Himmel nicht in dir erschaffst – so lange wirst du auf dem Boden der sogenannten Realität bleiben.

Die Matrix hält dich gefangen – solange, bis du dich selber daraus befreist. Du bist der Event, der kommt, du bist der Erlöser, der das Licht bringt, du bist die Liebe, die alle Ketten sprengt. Du bist die Welle, der ein Tsunami folgen wird, der die in Trümmern liegende Matrix überflutet. Du bist der, der du sein wirst, wenn du nicht mehr länger der bleibst, der du warst.

Die Veränderung findet also in dir statt. Jede Veränderung muss in dir stattfinden. Warte nicht mehr länger auf Rettung – rette dich selbst. Warte nicht mehr länger auf Liebe – liebe dich selbst. Warte nicht länger auf die Erlösung – erlöse dich selbst.

Und damit sind wir bei den Samen, denen du dich widmen könntest. Welche Samen trägst du in dir? Ich rede nicht von den Wünschen deines Egos, und auch nicht von den Konzepten deines Verstandes. Ich rede von den Samen, die du in deinem Herzen trägst. Einer davon ist die Liebe. Pflanze diesen Samen in deinen neu bereinigten Garten und alles wird sich ändern. Ein anderer Same ist das, was du dein höheres Selbst nennst. Ja, dieses höhere Selbst ist ein Same, der in dir keimt. Bringe ihn zum wachsen, indem du dich mit ihm verbindest. Binde dich an das an, was du sein wirst, wenn du den Sprung gemacht hast. Suche dich. Finde dich. Rede mit dir. In dir steckt die nächst höhere Version dessen, was du bist. Es ist sozusagen dein Du 2.0. Updaten kannst du dich aber nur selber.

Was kannst du tun, im dein Update zu starten? Erkennen, Annehmen, Loslassen, Integrieren, Lieben. Solange du dich gegen das Update wehrst, indem du festhältst – dich festhältst, das alte festhältst, die Strukturen festhältst, die Matrix festhältst – solange kann und wird kein Update geschehen. Du musst dich aus den Zwängen befreien, in die du gezwängt wurdest und in die du dich immer wieder selber zwängst. Du musst die Version dessen, der du warst, in den Papierkorb verschieben. Es geht jetzt nicht darum, dass du nicht gut bist als derjenige, der du bist. Das bist du. Du bist wundervoll!

Aber du bist auch selber das, worauf du die ganze Zeit wartest. Du bist das, was du im Aussen suchst, aber niemals findest. Du bist die Liebe, die du suchst, du bist der Halt, den du suchst, du bist das Glück, das du suchst, du bist die Freude, die du suchst, du bist der Frieden, den du suchst, du bist die Erlösung, die du suchst. Du bist derjenige, auf den du die ganze Zeit gewartet hast. Aber derjenige, auf den du gewartet hast, befindet sich noch als Same in dir. Widme dich diesem Samen, setze ihn in dein frisch bearbeitetes Feld und kümmere dich um deinen Garten. Dort wächst nur das, was du selber säst.

Heute ist ein guter Tag.

Originalbeitrag

Advertisements