Wer mich kennt, weiß …
wie gerne ich Geschichten höre/lese/schreibe …
Diese möchte ich heute gerne mit euch teilen …
Im Wind verstreute Federn
Eine alte jüdische Geschichte macht deutlich, was durch unbedachtes Gerede angerichtet werden kann. Es gibt sie in unterschiedlichen Versionen, doch im Wesentlichen lautet sie wie folgt:
Ein Mann verbreitete despektierliche Behauptungen über einen anderen Mann in der Stadt.
Später bedauerte er seine üble Nachrede und bat den Anderen um Vergebung. Er wolle auch alles Nötige tun, um den Schaden wiedergutzumachen.
Der Mann bat ihn nur um eines: Er solle doch ein mit Federn gefülltes Kissen aufschneiden und die Federn im Wind zerstreuen. Erstaunt ob dieser merkwürdigen Bitte, ging der Mann seines Weges und tat, wie ihm geheißen wurde.
Wieder zurück, fragte er den anderen Mann: „Habt ihr mir nun vergeben?“
Dieser antwortete: „Geh zuerst und sammelt alle Federn wieder ein.“
„Aber das ist doch unmöglich ! Der Wind hat sie doch alle davongetragen!“
„Genauso ist es unmöglich den Schaden wiedergutzumachen, den Ihr durch eure Worte angerichtet habt.“
Die Lehre liegt auf der Hand. Was einmal gesagt worden ist, kann nicht wieder zurückgenommen werden. Und die entstandenen Verletzungen lassen sich vielleicht nie wieder ganz heilen. Sind wir also vorsichtig mit irgendwelchen Äußerungen.
Gerade im Netz vermehrt sich die Nachricht oft sehr schnell und fürs Internet gibt es noch keinen Radiergummi.
Dies mal eine Geschichte zum Nachdenken, das ist gut für die zwischenmenschliche Beziehung.
Liebe Grüße,
Roswitha