Donau 4

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Donaustauf war dann dennoch ein wichtiger Platz für einen kurzen Aufenthalt – mit jener berühmten Walhalla an einem ihrer Hügel. Doch hatte ich sie längst vergessen, als ich über den Ort zur Burgruine hinauffuhr, vorbei an einem für diese Gegend eigenartig anmutenden Turm aus der chinesischen Kultur, von dem sich später herausstellen sollte, dass er aus dem dort ansässigen Fürstenhaus stammt. Unweit von der Burg liegt ein Lungen-Krankenhaus und im unteren Burgbereich gibt es einen Friedhof.

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Die Burg selber wurde im zehnten Jahrhundert zur Abwehr der Ungarn im Auftrag eines regensburger Bischofs auf diesen Hügel (Stauf) gebaut. Während der Bauernkriege im siebzehnten Jahrhundert wurde sie von den Schweden zum Grossteil zerstört. Später hatte man in der Nähe ein Fürstenschloss erbaut und König Ludwig I. liess schliesslich nebenan die Walhalla-Ruhmeshalle errichten.

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Langsam nur ging ich den Burgweg nach oben, denn es war drückend schwül und die Energien dort schwer handhabbar. Die Reste der Burgmauern zeigten wenig Leben. Doch im Hügel drinnen war etwas, das sich wie ein Flüstern anhörte oder wie ein zartes Rauschen. Je weiter ich hinauf kam, desto klarer schien es zu werden. Vielleicht war da auch eine Quelle, deren Sprudeln den Platz im Innersten lebendig gehalten hatte.

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Sprachlos stand ich da, als die Burg dann den Blick nach unten freigab. Hier breitete der Fluss sich weit in das Land hinein aus und nahm machtvoll seinen Platz ein. Stolz erhob sich Danu, die Donaugöttin, aus ihren Gewässern und blickte nach oben. „Hier“, meinte sie, „befand sich einst mein mächtigster Hüter“. Während sie noch auf den Burghügel zeigte, zog sie sich aber schnell wieder in den Fluss zurück. Es gab da etwas, das sie augenscheinlich zutiefst bewegte… und ich versuchte die Dinge zu verbinden:

Ein Hügel, der eine enorme Morbidität ausstrahlt, auf den man kaum atmen kann, der immer wieder angegriffen und dessen Bauwerke aus verschiedenen Gründen vernichtet wurden… der von einem Ort umringt ist und auf dessen Nachbarhügel sich ein Walhall befindet, welcher von seinem Ursprung in der nordischen Mythologie her als Ruheort der in einem Krieg gefallenen mutigen Kämpfer gilt, die „Wohnung der Gefallenen“ sozusagen. Und mehr noch: es war der Berg ihres Gottes (Thor, Odin…), von dem aus sie zu neuem Leben geführt werden sollten.

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Warum aber würde hier ein König mittleren Ranges eine riesige Anlage errichten lassen, um darin weder Kriegern noch Gefallenen, sondern berühmten deutschen Persönlichkeiten noch einmal Ruhm zukommen zu lassen – mit sich selbst als Odin-Gestalt in ihrer Mitte? Freilich rumorte es damals im Gebälk deutsch-römischer Macht. Das aber war nichts Aussergewöhnliches. Um Macht wird immer gekämpft und des einen Sieg ist des anderen Abstieg. Vielleicht aber steht mehr hinter dieser Macht und vielleicht gehen da die Spuren Jahrtausende zurück…

Mein Blick schweifte hinüber zur Stadt Regensburg und ich vergegenwärtigte mir noch einmal das, was ich vor nur etwas mehr als einer Stunde dort erlebt hatte. Hier ging es um den Überblick und um den Blick in die Weite.

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Danu“, rief ich dann hinunter in die weite Ebene, „ich höre ihn flüstern“. Unten war es für eine Weile still, dann tauchte sie nach oben und stand erwartungsvoll vor dem Hügel. Sie legte ihr Ohr an ihn und lauschte lange dort hinein. Dann forderte sie mich auf, ebenfalls hinein zu horchen. Und es war, als würden wir in eine andere Zeit versetzt werden. Damals, so erfuhren wir, hätten wir uns hier versammelt – die Erd- und Drachenhüter – um gemeinsam mit den Wasser- und Feuerwesen den Botschaften der Winde und herannahenden Stürme zu lauschen…

Es war noch vor der Eiszeit. Wir wussten bereits, dass der Planet in grosser Gefahr ist. Etwas war gekippt worden und die Erde hing seither in einer schrägen Position. Danach kam, was keiner mehr verhindern konnte. Aber wir waren vorbereitet… Eisige Kälte umhüllte den Planeten und die ansonsten wärmende Löwezeit war wie verschlossen. Die ganze Erde ist dabei erschüttert worden und musste sich nach der eisigen Starre neu an die Verhältnisse anpassen. Ebenso mussten sich die Gewässer neu gebären und ihren Weg durch das Land wieder finden… Eine schräge Achse ist eben eine schräge Achse. Sie verhindert, dass das Licht herein fällt und alles belebt.

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Hüter wurden sodann an wichtigen Punkten eingesetzt. Und als die Alten, die früheren Völker, noch vorbeikamen, wussten sie um diese Kräfte und sie nährten sie. An diesem Hügel aber befand sich ein Sammelpunkt, der freilich nicht unbemerkt blieb.

Wie benommen richtete ich mich wieder auf und blickte hinunter. Danu war inzwischen  in ihr umfassendes Gewässer zurück getaucht. Ich hatte keine Erinnerung mehr an diese Geschichte, aber ich begann langsam zu verstehen. Tief versunken ging ich zurück, den Burghügel hinunter.

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Die immer gleichen Geschichten von jener Macht, die sich dieses Planeten bemächtigt hat, schien hier einen Höhepunkt erreicht zu haben: Gestohlene Macht braucht immer wieder den Diebstahl von Energien, weil sie keine Verbindung zur selbstversorgenden Quelle hat. Die gibt es nur in einer aufrechten Achse und im Licht der Wahrheit. Da sich reine Energien aber nicht einfach abzweigen lassen, versucht man es mit Spaltung, Ablenkung, Krieg, Terror… um so an etwas heranzukommen, das in Wirklichkeit völlig kraft- und machtlos ist und gespaltene Energien wirken spaltend und zerstörerisch. Dunkle Energien nähren sich auf diese Weise für eine bestimmte Zeit von dunklen Energien, bis darin ein gewisser „toter Punkt“ erreicht ist. Da sind wir nun angekommen und hier an diesem Ort öffnete sich plötzlich ein klarer Blick auf all diese Dinge.

Als ich unten angekommen war, hatte Danu bereits ihr mächtiges Band wieder in ihre Hände genommen und weiter gewebt… und in diesem Band werden die alten Hüter zurückkehren können.

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Es war später Nachmittag, als ich meine Fahrt Richtung Passau fortsetzte. Die Walhalla lag gerade hinter mir, ebenso ein kurzer Besuch am Fluss, da flog ein riesiger Bussard fast direkt vor mein Auto. Er blickte herein und zog erst nach einer Weile eine steile Kurve nach oben und flog weg. Kurz darauf aber kam er noch einmal, machte rechts von der Strasse in Bodennähe einen vollendeten Looping und blieb dann auf einem Ast sitzen. Wieder schaute er mich durchdringend an.

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Etwas im Bezug auf diesen Tempel-Bau schien noch ungelöst zu sein und der mächtige Vogel deutete mir an, dass ich da genauer hinzuschauen hatte. Beim Vorbeifahren hatte ich ihn zwar kurz gesehen, ihn jedoch nicht wirklich wahrgenommen. Es war, als wäre er einfach ausgeblendet worden. Und wie schon in Ulm, so wollte ich auch hier nur weg und weiterfahren.

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Erst jetzt, beim Schreiben dieses Textes, habe ich herausgefunden, dass jene Sophie Scholl, die für eine Weile auch in Ulm gelebte hatte und die von den Nazi im Februar 1943 für ihren Widerstand hingerichtet worden war… sechzig Jahre später in dieser Walhalla mit der 128.Marmor-Büste in einen Kreis von berühmten deutschen Persönlichkeiten gestellt wurde, die gegensätzlicher nicht sein könnten.

https://de.wikipedia.org/wiki/Walhalla

https://www.google.at/#q=walhalla+b%C3%BCste+sophie+scholl

Ein Leben in der weiten Vergangenheit und eines in der näheren waren damit für mich an diesem Platz zusammengekommen – und es berührte mich auf tiefster Ebene. Wer einmal begonnen hat, die wahren Macht-Verhältnisse auf diesem Planeten zu durchschauen und dafür von genau dieser Macht hingerichtet worden ist… trägt all das in seiner Zell-Erinnerung wie einen „sechsten Sinn“, der ihm durch keine Täuschung mehr genommen werden kann.

OLYMPUS DIGITAL CAMERADie Walhalla als Tempel für tapfere Krieger, die in der Schlacht gefallen sind – das würde in dieser illustren Runde zwar wohl am ehesten für Sophie Scholl passen [1]. Das Problem ist hier jedoch ein ganz anderes.

Wir sollten uns an dieser Stelle noch einmal an die Geschichte von den „gefallenen Engeln“ erinnern – eine „Spezies“, die unter uns höchst präsent ist, auf eine Weise jedoch, dass die meisten es nicht entdecken. Davon lebt sie auch, denn am „Licht der Wahrheit“ könnte sie nicht bestehen. Um an die Energien zu kommen, die ihr fehlen, muss sie stehlen – und ihre Methoden sind daher: Täuschung, Ablenkung, Geheimhaltung, Manipulation, Missbrauch… um es dann umgehend anderen in die Schuhe zu schieben und sie dafür zu bekriegen. Andere, das sind in diesem Fall die Menschen generell, aber auch ausgesuchte Gruppen, wie Terroristen, Rebellen und ähnliche, die man sich zuvor aber gezielt rekrutiert und abgerichtet hat. Tun Menschen (die man vom Zeitpunkt ihrer Geburt an und auch davor als Sünder brandmarkt) nachahmend etwas ähnliches – nämlich stehlen, morden, manipulieren… – dann bestraft man sie unbarmherzig. Solchermassen ist das Spiel der Geiselnehmer dieses Planeten.

OLYMPUS DIGITAL CAMERADie Schleier aber fallen jetzt und deshalb ist es möglich, Bauten wie diesen Tempel zu durchschauen. Wie schon die „Halle der Befreiung“ mit ihren 34 Siegesgöttinnen, ist auch diese „Ruhmeshalle“ ein okkulter Tempel, ein Tempel der gefallenen Engel und er ist da, um über Magie Kräfte zu binden und sie für die Fortsetzung des alten Machtspiels zu verwenden… auf eine Weise, wie es keiner vermuten würde.

Weisser Marmor und schwarze Magie, das ist das Rezept zum Ablenken und Missbrauchen von Energien. Marmor speichert die Energie am längsten und die Kräfte der darin „Verewigten“ können auf diese Weise stets von neuem für etwas eingesetzt werden, worauf diese keinen Einfluss haben, weil ihnen dabei „die Hände gebunden“ werden. Das geht weit über den physischen Tod hinaus. Es ist dies das Schwarz-Weiss-Spiel der Eliten und Freimaurer, welches über ein dichtes Netz von Orden und Geheimorganisationen über die Erde gespannt worden ist.

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Sophie Scholl und einige andere wurden hier ein zweites Mal im Tempel dieser Kräfte geopfert. Wir befinden uns jetzt aber auf dem Weg der Befreiung und die kommenden Wochen werden dafür sehr entscheidend sein.

* * *

Die Fahrt ging weiter und ich machte noch in der Stadt Straubing halt. Sie ist Teil einer langen Kette von Bischofs-, Königs- und Herzogsstädten entlang dieses kostbaren Flusses. Grosse Baustellen und ein Stadtfest erschwerten den Zugang. Es dauerte deshalb eine Weile, bis ich beim Herzogsschloss an der Brücke angekommen war. Die Innenstadt war abgeriegelt und überfüllt. Trotz der frühen Abendstunde war es immer noch recht heiss.

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Während ich im Vorbeigehen die Plätze und Mauern der Stadt berührte, drangen immer wieder Nebelschwaden ihrer Vergangenheit in mein Bewusstsein. Ich befand mich hier auf der „Strasse der Kaiser und Könige“, die sich mehrmals schon auf meinem Weg hierher gezeigt hatte…

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Das sogenannte „Heilige römische Reich deutscher Nationen“ mit seiner ungeheuren Machtfülle … und der Anspruch ganz bestimmter Blutlinien, sich darüber die Herrschaft in diesen Ländern und auf dem ganzen Kontinent zu sichern…

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Die ganz frühen Besiedelungen… und dann die Unterwerfung durch die Römer, deren Bogen sich über Rom weit und immer weiter zurückspannt… nach Ägypten, zu den Sumerern … und viel weiter noch, bis zu den Atlantern. Sie hatten damals alles auf eine Karte gesetzt – und verloren. Über diesen Bogen aber und noch viele weitere haben sie zurückgewonnen, was einst untergegangen war. So glauben sie es zumindest. Und sie setzen zum Endspurt an. Der Ausgang dieses Spiels aber liegt jetzt auch in unseren Händen. Wenn wir hinschauen und erkennen, was läuft, ist das halbe Spiel bereits gewonnen. Und wenn wir dann noch aufhören, uns vor diesen Halbstarken, die gar keine wirkliche Kraft und Macht haben, zu fürchten… dann haben wir es geschafft. Und wir sind sehr nahe daran.

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Nur kurz warf ich einen Blick auf das mächtige Schloss aus dem 14.Jahrhundert, welches heute als Sitz des Finanz- und Gesundheitsamtes die alte Machtlinie nahtlos weiterführt. Doch hier an der Brücke wartete Danu. Der Abend näherte sich… Sie webte ihr „blaues Band“ jetzt über das alte „blaue Blut“, welches kalt ist gegenüber den menschlichen Belangen und der Schönheit der Erde, und umhüllte es. Dankbar verneigte ich mich vor ihr… Ich ging zurück und fuhr weiter, um vielleicht noch einmal heute an irgendeiner Stelle ihr Wasser berühren zu können und den Lapislazuli einzutauchen.

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Es war kurz vor Deggendorf, als sich dazu noch eine Möglichkeit ergab. Strahlend weisse Steine lagen da am Ufer im Wasser und bernsteinfarbene… von denen Danu mir einige als Geschenk überreichte.

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Dann aber hiess es weiterfahren und eine Unterkunft suchen, denn vor mir hatte sich bereits eine breite schwarze Wolkenfront aufgebaut. Man schickte mich von einem Ort zum andern, da sie überall wegen der Dorf- und Stadtfeste überfüllt waren. Sturm kam auf und der Horizont war zunehmend von Blitzen erleuchtet.

„In der Nachbarstadt gibt es ein einziges Hotel“, sagte schliesslich einer, „vielleicht haben Sie Glück“. Osterhofen war ihr Name und kurz davor rannte auch noch ein Hase rechts neben der Strasse über das Feld. Ostern, der Hase und eine Geburt, ein Neubeginn. Dem war kaum mehr etwas hinzuzufügen.

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Der Mann an der Hotel-Rezeption schaute mich mit grossen Augen an und meinte: „Sie sind aber vertrauensselig! Es ist das letzte Zimmer, das ich habe“. Dass heute das Restaurant nicht geöffnet hatte, hörte ich nur mehr mit halbem Ohr… Schnell holte ich vom Auto, was ich für die Nacht noch brauchte. Dann ging mit heftigen Donnerschlägen ein Gewitter los, das Abkühlung brachte und die Energien dieses Tages mächtig reinigte. Eine kleine Nachtarbeit war aber noch zu machen…

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Copyright: http://inner-resonance.net/ (Magda Wimmer)

 

[1] ebenso, wie die Ordensfrau und Philosophin, die im KZ Auschwitz ermordet worden ist