Eine Geschichte der Entwicklung/Schöpfung – Teil 5 – „Die ständigen Begleiter“ durch Aisha North – auf den vorangegangenen Text vom 17.10.2013 aufbauend: „Legt eure Messlatte für eure Zielvorgabe nicht zu hoch / und mache ich auch wirklich alles richtig?“

Wie wir euch schon gesagt haben, wartet dieses Meer von kreativer Energie nur darauf, dass ihr darin eintaucht. Und wenn ihr euch in diese Tiefen der Möglichkeiten begebt, werdet ihr das als eine sehr berauschende Erfahrung erleben, und ihr werdet euch zum ersten Mal seit – sprichwörtlich – vielen Zeitaltern wieder zuhause fühlen. Entsprechend wird es vergleichbar damit sein, als würdet ihr nach einem lange währenden Spaziergang durch die Wüste endlich nach Hause kommen. Ihr seid wissensdurstig und euch dürstet nach immer mehr Wissen und endlich steht ihr nun an dem Brunnenrand, an dem jeder Durst gestillt wird, sobald ihr nur beginnt davon zu trinken. Wir sprechen hier wieder in Bildern und Gleichnissen, lasst uns euch nun weiter darüber aufklären, wofür ihr eigentlich hierher gekommen seid, nämlich um in diesem derzeitigen Prozess des Schöpfens in dieser neuen Energie, diesem Meer der unendlichen Möglichkeiten, ein klein wenig leichtfüßiger zu werden.

Wie wir bereits zu einem früheren Zeitpunkt erörtert haben, ist dieser Schöpfungsvorgang sehr vielschichtig und zur gleichen Zeit doch unendlich einfach. Es gibt darin nur wenige Mischungsbestandteile, tatsächlich sind es nur zwei, nämlich die Zusammensetzung aus Energie und Bewusstsein, die dann in Schöpferkraft mündet. Diese Kombination ermöglicht es – der Reihe nach – Dinge aller Art, durch denselben einfachen Ablauf, zu erschaffen: ihr bringt Energie in Bewegung, indem ihr dieser Energie euer Bewusstsein hinzufügt – ein Bewusstsein, das eine energetische, dynamische Prägung enthält, die das „alles was ist“ hervorbringt. Die Macht dieser Schwingungsenergie wird von den Menschen unterschätzt, da ihr die Dinge aus einer anderen Perspektive heraus betrachtet. Ihr möchtet alles in winzig kleine Bruchstücke aufteilen, die ihr dann isoliert voneinander betrachten könnt. Dabei zerpflückt ihr die Dinge bis ins Detail, während es viel einfacher wäre, sie als Ganzes zu erfassen.

Vibrations- oder auch Schwingungskräfte sind diejenigen, die alles entstehen lassen, was ihr sehen könnt und sogar die Dinge, die sich eurem menschlichen Auge entziehen. Denn alles ist Schwingung und als solches ist jedes einzelne Partikelchen für sich nur dazu da, die Schwingung sichtbar, oder auch greifbar zu machen, wenn ihr so wollt. Es sind die einzelnen Bestandteile, die die Reibung erzeugen und Reibung ist ein sehr wichtiger Faktor in diesem ganzen Prozess, weil Vibration/Bewegung an sich einfach nur eine Seite der Gleichung ist. Du kannst einen einzigen Gegenstand erschaffen, wenn du so möchtest, doch erst wenn er anfängt, mit anderen Einheiten in Wechselwirkung zu treten, wirst du in solchem Maße schöpferisch, dass es sich zu dem entwickelt, was du haben wolltest. Weil alles eine bestimmte Frequenz hat, und nur wenn diese Schwingungsfrequenzen beginnen aufeinander einzuwirken, wird das Ergebnis ausreichend interessant sein.

So etwas wie „Beifall klatschen mit nur einer Hand“ gibt es nicht, denn alles, was es gibt, bedingt ein Zweites, um SEIN zu können. Eigentlich ist es wieder ein bisschen, wie die Katze im Kasten. Die Katze benötigt den abgeschlossenen Raum um SEIN zu können, und der verschlossene Kasten kann nur SEIN, wenn die Katze in ihm sitzt. Und wenn wir sagen SEIN, so meinen wir damit die Wechselwirkung des Überlagerungszustandes [Anmerkung der Übersetzerin: die Ständigen Begleiter und Aisha beziehen sich hier auf das Gedankenexperiment der Physik: Schrödingers Katze]. Ein einfacher Gegenstand ist nichts, ohne den Beobachter, aber der Beobachter muss sein Augenmerk auf mehr – als nur eine Sache – richten, um Leben hervorzubringen. Weil Leben der Sammelplatz aller verschiedenster Frequenzen ist, und es tatsächlich das genaue Gegenteil eines Ruhepols ist. Der ruhende Moment ist der, wenn eingeatmet wird, doch das eigentliche Chaos/Durcheinander entsteht dort, wo der Atem – die Schöpfung, die Gestaltung, das Erschaffen, wenn du so willst – ausströmt.

Wir haben eben das Wort Chaos/Durcheinander erwähnt und wir werden es wieder tun, denn an diesem bloßen Wort haftet für die Menschen so viel Negativität und wir fragen euch: habt ihr schon jemals inne gehalten und euch überlegt, woran das wohl liegen mag? Warum fürchtet ihr Chaos auf jede Weise und warum sehnt ihr euch in jeder Hinsicht nach Kontrolle? Und warum nimmt das Wort Kontrolle so einen großen Raum und so eine tragende Rolle im menschlichen Bewusstsein ein? Tatsächlich liegt es darin begründet, dass es von jeher dazu gedient hat, die Menschheit von diesem Meer der kreativen Energien zu trennen, denn in dem Augenblick, in dem ihr beginnt zu kontrollieren, unterbrecht ihr wahrlich den schöpferischen Moment und hindert das Leben daran, sich neu zu formen. Sodann übernimmt euer Verstand die Kontrolle/Führung und wie ihr ja alle wisst, entfaltet sich ein Verstand nicht frei, sondern folgt bestimmten Regelabläufen, die von jenen entwickelt und in euch einprogrammiert wurden, die euch KONTROLLIEREN, beherrschen, steuern wollten. Seht ihr, was ihr immer als negativ angesehen habt, ist die einzige Weise zu ERSCHAFFEN. Das heißt, die Kontrolle loszulassen und den schöpferischen Kräften, die jedes Mal aufeinanderprallen, wenn eine Schwingung auf die Andere trifft, die Freiheit zu lassen, eben genau das zu tun. Diese Frequenzzusammenstöße, wenn ihr so wollt, bedeuten Chaos und damit Leben, ein Leben jenseits jedweder Kontrollmechanismen. Wenn die schöpferischen Kräfte sich frei und zwanglos entfalten können, fängt alles an zum Leben zu erwachen. Auch ihr werdet dabei immer lebendiger und lebhafter, so wie ihr Schritt für Schritt lernt, euch von dieser alten und tief verwurzelten Angewohnheit der Kontrollübernahme zu lösen [der Kontrollverlust entsteht dann, wenn die Komplexität der Interaktion von Informationen die Vorstellungsfähigkeiten eines Menschen, oder Subjektes übersteigt, was in diesem unerschöpflichen Pool der Möglichkeiten gegeben ist]. Kontrolle führt – bildlich gesprochen – zum sicheren Tod, denn es beengt das Feld aller Möglichkeiten jedes Mal dann und dort, wenn und wo etwas Neues entstehen möchte. Wohingegen Chaos und Verwirrung ewiges Leben verspricht, denn es verhilft nur dann dazu, die Zahl der Anwendungs- und Variationsmöglichkeiten zu erhöhen, wenn etwas erschaffen wird, das berechtigt ist, mit ALLEN WAS IST zusammenzuwirken.

Und so könnt ihr sehen, dass dieser Kontrollzwang, von dem ihr so schwer ablassen könnt, derjenige ist, der die Menschheit einen immer schmäler werdenden Korridor hinuntergeführt hat – weg vom Licht. Wohingegen euch das Chaos jetzt wieder in die Freiheit führen wird, indem es jede bis jetzt noch verbliebene Wand, die eure Sicht versperrte, entfernt. Ihr werdet nichts von wahrhaftigem und bleibendem Wert kreiieren können, wenn vollkommene Kontrolle eure treibende Kraft ist. Alles, was ihr jetzt tun müsst, ist frei zu erschaffen – ohne irgendwelche Standards zu setzen, ohne Maßstab darüber, wie oder was mit dem Rest der Schöpfung in Wechselwirkung gehen wird. Natürlich gibt es Grenzen, und diese Einschränkungen sind durch das Schwingungsfeld, das alles lenkt, festgelegt worden – entsprechend kann nichts er-/geschaffen werden, was eine vorsätzlich zerstörerische Kraft hat, oder nicht mit dem Rest in Einklang ist. Und so werden dann die Kräfte, die entwickelt wurden, um wechselweise auf alles einzuwirken, was bereits geschöpft wurde – diese Kräfte werden nicht nur alles steigern und aufwerten, was bereits geschöpft wurde, sondern auch dazu dienen, all‘ jene Dinge unschädlich und unbrauchbar zu machen, die keinen Bestand haben und nicht ausreichend lebenstauglich sind, um mit den neuen Energien interagieren zu können.

Hier findet sich der Zyklus von Aufbau und Zerstörung wieder, doch ist dieser auf so eine Weise ausgewogen, dass das, was bereits existiert, was schon geschöpft wurde, keinerlei Befähigung haben wird, den Rest auszuradieren. Denn dieser Schöpfungskreislauf von Erschaffen und Niederreißen darf nicht in eine Abwärtsspirale abdriften, und damit mehr Zerstörung als Neugestaltung mit sich bringen. Folglich braucht ihr euch nicht zu sorgen, dass eure Bemühungen irgendwelche Narben auf diesem Prozess hinterlassen. Ihr seid einfach nicht fähig, das zu tun, wenn ihr an diesem riesengroßen Meer der gewaltigen und endlosen Möglichkeiten nippt. Ihr nippt an den Ufern des Wassers des Lebens und somit wird am Ende eures kreativen Schöpfungsvorgangs immer die Lebenskraft stehen. Nehmt euch also ausreichend Zeit und lasst die Angst darüber los, dass ihr der Zerstörer sein könntet, denn das ist nicht möglich. Und wenn irgendetwas aus den Fugen gerät, weil eine deiner Schöpfungen begonnen hat, auf das Wirkungsfeld der Schwingung einer höherer Ordnung zu treffen, dann war das so beabsichtigt. Denn dann ist das, was sich gestaltet, weitaus besser dafür geeignet diesen ganzen Ablauf voranzubringen, als ein anderer Teil deiner Schöpfung es hätte tun können. Und wenn die Zeit reif ist, wird alles, was einst entwickelt und geschöpft wurde, aufhören zu SEIN und wieder in dieses endlose Meer eingehen und überholte und überflüssige Teile von sich an die Quelle zurückzugeben – darauf wartend, dass es wieder ins SEIN zurückkommt, um erneut diesen Kreislauf VON ALLEM WAS IST aufzunehmen. Und so setzt sich dieser Kreislauf weiter und weiter fort, und bringt aus dem Chaos immer mehr Leben hervor, bringt Licht in die dunkle Ungewissheit und lässt aus alledem heraus neues Leben entstehen.

Ich empfehle Dir, sofern es Dir möglich ist, das energetische Potential in kreative Prozesse zu leiten, oder Dein Bewusstsein in Deine Mitte zu lenken und Dir ausreichend Ruhe zu erlauben.