Nachdem die Wellen nun etwas abebben, ist es an der Zeit eine Bestandsaufnahme zu machen. Das gilt für die Gegebenheiten um euch herum genauso, wie für eure innere Situation. Denn vieles wurde bisher umgewälzt und es kann durchaus hart für euch sein, wahrzunehmen, wo ihr im Moment steht. Also, lasst es langsam angehen und wählt euren Weg sorgsam, denn ihr werdet die Dinge an den unerwartetsten Plätzen antreffen. Nichts scheint mehr so, wie es einmal war, nachdem ihr alle durch diese wahren Wirbel an energetischen Umbrüchen und Erhebungen gegangen seid. Und genau so, wie ein Boot auf dem offenen Meer hin und her schwankt, so ist nichts, was nicht niet- und nagelfest vertaut wurde, jemals wieder am selben Platz, an dem es vor eurem Auslaufen auf hohe See war.

Bisher seid ihr durch einen sehr gründlichen Zyklus der Reinigung, der Demontage und des Entfernens gegangen, und wie wir euch schon einmal gesagt haben, ist jetzt die Zeit für eine Inventur: was habt ihr und was habt ihr nicht/mehr. Was ist ausgewechselt worden, was ist auf den Kopf gestellt worden, was wurde von innen nach außen gestülpt und was ist euch nach diesen Sturm überhaupt noch geblieben? Also, lehnt euch zurück und macht eine sorgfältige Bestandsaufnahme, damit ihr keine wichtigen Einzelheiten überseht. Und auch hier gilt wieder, dies nicht nur in eurem persönlichen inneren und privaten Umfeld durchzuführen, sondern auch im Außen. Weil es unter dem ganzen oberflächlichen Treibgut und Strandgut wieder einmal einige verborgene Schätze gibt. Kleinod, das für euch von unermesslicher Bedeutung ist, aber unter diesem angeschwemmten Ballast verloren gehen kann.

Ihr könnt auch auf Überraschungen stoßen, weil es da immer noch Aspekte und/oder Anteile geben kann, die klebrig an euch haften, obschon ihr dachtet, sie wären längst Vergangenheit. Ihr werdet euch fragen, warum das so ist? Nun, möglicherweise hat dieser Teil noch eine innere Berechtigung, die sich euch bisher noch nicht erschlossen hat? Also erinnern wir euch wieder daran: lehnt euch zurück, nehmt einige tiefe Atemzüge, reflektiert nochmals und zieht alles infrage kommende in Betracht. Nach all‘ diesen Turbulenzen ist es jetzt sehr wichtig, dass ihr wieder in einen regelmäßigen Atemrhythmus kommt. Wir wollen auch sichergehen, dass ihr wieder festen Boden unter den Füßen verspürt, bevor wir euch zu den nächsten Schritten anleiten. Und bevor ihr nun vor Verärgerung, oder gar vor Erschöpfung stöhnt, denkt bitte daran, dass der nächste Schritt, nach dieser sehr gründlichen Reinigung – durch die ihr gerade gegangen seid – sehr, sehr unterschiedlich sein kann. Denn jetzt ist die Zeit des Wiederaufbaus gekommen und mit ihr kommen neue Herausforderungen, aber auch sehr viele Belohnungen.